Reservierungsvereinbarung mit dem Bauträger

Artikel veröffentlicht 06/2022

In der Praxis werden durchaus häufig Reservierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie geschlossen.

Die Reservierungsgebühr wird oft von Immobilienmaklern verlangt. Hierzu hat sich eine einschlägige Rechtsprechung herausgebildet.

Die Reservierungsgebühr spielt jedoch auch eine Rolle, wenn die Reservierungsvereinbarung direkt zwischen dem Erwerber und dem Bauträger abgeschlossen wird.

Die Reservierungsvereinbarung wird dabei oft vom Bauträger vorformuliert, sodass eine Inhaltskontrolle der verwendeten Klausel gemäß § 307 BGB ff. ermöglicht wird. In den seltensten Fällen ist eine individuelle Vereinbarung zwischen den Parteien ausgehandelt und schriftlich festgehalten worden.

Die Vereinbarung einer Reservierungsgebühr kann einen gewissen Kaufdruck bzw. Abschlusszwang erzeugen.

Mehrere Urteile im Bereich des Bauträgerrechts beschäftigen sich mit der Frage, ob solche Vereinbarungen notariell zu beurkunden sind.

Außerdem werden Maßstäbe zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit solcher Vereinbarungen dahingehend angesetzt, dass ein Erwerbszwang ausgelöst wird, wenn die Reservierungsgebühr 10 % der üblichen Maklerprovisionen überschreitet.

Ein unangemessener Druck auf den Erwerber liegt vor, wenn die Reservierungsgebühr bei einem Betrag ab 5.000,00 € liegt oder wenn die Gebühr 0,3 % des Kaufpreises überschreitet.

Wir beraten Sie gern zu diesen Fragen der Reservierungsvereinbarung im Bereich des Bauträgerrechts und Maklerrechts.

Weiterführende Informationen zum Maklerrecht sowie zum Bauträgerrecht finden Sie auch unter unserer Wissens- und Informationsseite www.rechtsanwalt.immobilien.